7 Tipps, wie Deine SEO-Texte höher ranken.

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Im Internet schwirren unüberschaubar viele Informationen rund um das Thema SEO-Texte herum. Es gibt einerseits viele gute Video-Tutorials, Forenartikel, Blogbeiträge von echten Experten. Aber andererseits wird auf manchen Texter-Foren wie zum Beispiel auf Facebook teilweise ein hanebüchener Unsinn verzapft. Von Leuten, deren Know-how unvollständig oder schlichtweg veraltet ist. Dieser Blogbeitrag sagt Dir alles Wichtige, was Du zum Thema SEO Texte wissen solltest. Du erfährst unter anderem, was SEO-Texte sind, wie Du Keywords richtig verwendest, wie Du SEO -Texte sauber durchstrukturierst und was Du bei ihrer Gestaltung beachten solltest. Interessiert?


Genau genommen: SEO-Texte gibt es nicht.

Unter einem SEO-Text versteht man textliche Webinhalte, die mit dem Ziel verfasst werden, für ein vorher recherchiertes bzw. definiertes Keyword ein möglichst hohes Ranking in der Google-Suche zu erzielen. Bei einem Marktanteil von 84 % bei Desktops und 97 % bei Smartphones in Deutschland kann man meiner Meinung nach alle anderen Suchmaschinen vernachlässigen (Quelle: Statista). Dieses hohe Ranking bei Google erhöht Deine Chance, eine möglichst hohe Besucheranzahl (Traffic) z. B. für Deine Unternehmens-Website oder Deinen Onlineshop zu generieren.

Dabei gibt es genau genommen heutzutage keine SEO-Texte mehr. Denn Du solltest Deine Texte nicht für Suchmaschinen wie Google optimieren, sondern für den Besucher bzw. den Leser. Der Grund: Google berücksichtigt immer stärker deren Nutzerverhalten wie z. B. Verweildauer (Dwell Time), Anzahl der aufgerufenen Webseiten, Organische Klickrate (Click Through Rate), Absprungrate (Bounce Rate), Anzahl der wiederkehrenden Besucher und die Anzahl von Kommentaren. In den folgenden Abschnitten gebe ich Dir 7 Tipps, wie Du mit Deinen SEO-Texten das Nutzerverhalten Deiner Besucher zugunsten eines höheren Rankings optimierst.


Warum Du Deine Webseiten-Texte Suchmaschinen optimieren solltest.

Unglaublich aber wahr: Eine Analyse von 1 Milliarde Websites belegt, dass etwa 90 % von ihnen keinen organischen Traffic über Google generieren – weil sie nicht suchmaschinenoptimiert sind. (Das solltest Du mit meiner Anleitung besser machen.) Weitere 5,29 Prozent aller untersuchten Websites besuchen im Monat weniger als 10 User. Lediglich 0,21 % generieren über 1000 Besucher pro Monat. Ich hoffe, Deine gehört dazu. Wenn nicht, dann krempele die Ärmel hoch. Und beginne am besten noch heute damit, Deine Website zu optimieren.

Quelle: https://ahrefs.com/blog/search-traffic-study/

Zum perfekten SEO-Text – in sieben Schritten

1. Wie Du Keywords richtig verwendest.

Pro Webseite bzw. URL (Uniform Resource Locator) optimierst Du Deine SEO-Texte für ein Keyword und ggf. für dessen Synonyme. Um Dein Keyword zu finden, benutzt Du Deinen gesunden Menschenverstand, analysierst die Webseiten Deiner Wettbewerber, die am höchsten auf dem Keyword bei Google ranken (z. B. mit Semrush oder Sistrix) oder nutzt SEO-Tools wie den Keyword Planner, Ubersuggest oder Keywordsheeter.

SEO-Texte Keyword Planner
Keyword Planner



Dein Keyword sollte wie folgt zum Einsatz kommen:

  • im Title-Tag (Gesamtlänge 58 – 65 Zeichen)
  • in der Metadescription (maximal 155 – 160 Zeichen)
  • in der Headline H1 (möglichst am Anfang)
  • in den Sublines H2, H3 und evtl. noch H4.
    H5 und H6 sind zu vermeiden, sie machen Deinen Text unübersichtlich (Das Keyword muss dabei nicht in jeder Subline vorkommen.)
  • im ersten Absatz – möglichst am Anfang.
    Wenn Du das Keyword in weiteren Absätzen verwendest, dann achte darauf, dass die Keyworddichte 2 % nicht übersteigt. (Manche sagen, 1 – 3 % seien auch okay.)
  • in den Alt-Texten für die Bilder in Deinem SEO-Text
  • in den Bildunterschriften

2. Wie Deine SEO-Texte den Lesern echten Mehrwert bieten.

Eine gewagte These vorab: Klassische Massen- und digitale Push-Werbung werden irgendwann so gut wie, wenn nicht vollständig verschwinden. Schon heute haben viele Zielgruppen bzw. Personas keine Lust, damit zugemüllt zu werden. Und werfen bzw. klicken diese rigoros weg. Was hier an Geld verbrannt wird, geht auf keine Kuhhaut! Stattdessen gehen “Reisende” von sich aus ins Internet, weil sie z. B. einen konkreten Bedarf befriedigen möchten. Oder ein Problem haben, für das sie eine Lösung suchen. Oder weil sie unterhalten werden möchten.

Oder sie beabsichtigen (vor allem im B2B-Bereich) z. B. ihre Kosten zu optimieren oder sich über neue Technologien zu informieren. Dein SEO-Text bzw. Content muss ihr Anliegen durch die Qualität der von Dir bereitgestellten Informationen vollständig befriedigen. Nur dann sind sie bereit, sich auf eine Customer Journey zu begeben, die sie über mehrere Touchpoints zu Deinen Kunden macht. Wie Du herausfindest, welche Suchintention Deine Persona bzw. Zielgruppe verfolgen bzw. welche Fragen sie in Bezug auf Dein Keyword stellen? Ganz einfach – nutze hierzu das Tool “Answerthepublic.com”

Startseite von answerthepublic
Startseite von https://answerthepublic.com

3. Wie Du SEO-Texte strukturierst.

Ich gehe bei der Gliederung meiner SEO-Texte wie folgt vor:

  • Ich denke mir eine spannende Headline (H1) aus, die den Leser dazu motiviert,
    in das nachfolgende Lead-In bzw. den Teaser einzusteigen. (Aber ohne Clickbaiting.)
  • Dann texte ich den Teaser. Er gibt dem Leser an, welche Inhaltspunkte ihn erwartet. Und macht ihn auf den Mehrwert des Artikels neugierig, so dass er den restlichen SEO-Text auch durchliest.
  • Bei sehr langen SEO-Texten empfiehlt sich, unter dem Teaser ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken einzufügen.
  • Dann folgen ein oder mehrere Absätze, die sauber mit H2 und H3, ggf. auch noch mit H4 Sublines überschrieben sind. Die einzelnen Absätze sollten nicht länger als 250 bis 300 Wörter sein.
  • Am Ende des Artikels steht das Fazit. Es fasst seinen Inhalt kurz und knackig zusammen.
  • Optional: ein Call-to-Action-Button (wenn er Sinn macht – was meistens der Fall ist)

4. Wie Du SEO-Texte gestaltest.

Um die Nutzerfreundlichkeit deiner SEO-Texte weiter zu erhöhen,

  • lockerst Du sie auf, indem Du passende Bilder, Tabellen, Listen, Infografiken und Videos einfügst (Alt-Texte und Bildunterschriften nicht vergessen)
  • achtest Du auf eine gut lesbare Schriftgröße – überprüfe diese am besten auf Deinem Smartphone
  • wählst Du Schrift- und Hintergrundfarbe so aus, dass beide möglichst kontrastreich sind
  • nutzt Du eine gut lesbare Schriftart – am besten eine ohne Serifen (bei Head- und Sublines kannst Du hingegen durchaus eine mit Serifen verwenden)
  • füge interne und externe Links hinzu und nutze den daraus resultierenden Linkjuice
  • fette wichtige “Schlagwörter” ein
SEO-Texte mit Infografik
Beispiel für eine Infografik

5. Wie Du die Länge Deiner SEO-Texte festlegst.

Hier streiten sich die Geister. Eine Methode besteht darin, sich die Textlänge anzuschauen, welche die fünf bis zehn Beiträge von Wettbewerbern haben, die bei Deinem Keyword organisch am höchsten bei Google ranken. Deine SEO- Texte sollten mindestens genau so viele, wenn nicht etwa 100 Wörter mehr haben. Experten von Backlinko hingegen haben über 1.000.000 Webseiten ausgewertet und kommen zu dem Ergebnis, dass Webseiten mit 1.890 Wörtern am höchsten ranken. Und Rank Math, das WordPress-Plugin, geht von einer Mindestlänge von 600 Wörtern bzw. einer maximalen Länge von 1.300 Wörtern aus. Andere SEO-Experten hingegen vertreten die Auffassung, dass die Länge prinzipiell egal sei, Hauptsache die Webseite behandele das Thema bzw. Keyword holistisch und vollständig.


6. Wie Du die Lesbarkeit von SEO-Texten testest.

Hand aufs Herz: Du magst doch auch kein Fach-Chinesisch oder lange, verschachtelte Sätze, oder? Es gibt mehrere SEO-Tools, von denen ich folgende zwei empfehlen kann: 1. Das kostenpflichtige TextLab, entwickelt von der Universität Hohenheim in Kooperation mit CommunicationLab, Ulm. Mit TextLab arbeiten z. B. mehrere deutsche Versicherungen wie ALLIANZ, DAS, SIGNAL IDUNA und R+V Versicherungen. 2. Das kostenfreie Textanalyse Tool der Wortliga. (Es gibt auch eine Pro-Version.)

SEO-Text Abbildung Tool der Wortliga
Textanalyse der Wortliga

7. Wie Du SEO-Texte auf Duplicate Content überprüfst.

Abschreiben gilt nicht – Google erkennt Duplicate Content und straft diesen gnadenlos ab. Auch hier gibt es zahlreiche kostenpflichtige und kostenfreie SEO Tools. Damit kannst Du überprüfen, ob die von Dir verfassten SEO Texte unique, das heißt, einzigartig sind: Siteliner, Copyscape, Plagiarism Checker, Duplichecker und viele andere.

Startseite Copyscape Plagiarism Checker
Startseite Copyscape Plagiarism Checker

Die beiden WordPress-Plugins Rank Math und Yoast SEO

Zwei sehr nützliche Tools für WordPress, die besonders für Anfänger hilfreich sind, stellen die beiden Plugins Rank Math und Yoast SEO dar. Als ich meine Website Ende 2020 aufsetzte, war Rank Math noch nicht so bekannt. Und von daher auch nicht so populär wie heute. Also arbeitete ich zunächst mit Yoast SEO. Dann sah ich ein Rank Math Tutorial der Kölner Firma neumann digital auf YouTube und war hellauf begeistert. Daraufhin stellte ich auf Rank Math um. Ein Schritt, den ich bis heute nicht bereut habe.

Rank Math bietet seit neuestem eine kostenpflichtige Zusatzfunktion an: Content AI. Hierbei handelt es sich um eine auf Künstliche Intelligenz basierende Softwarelösung, mit der Du Deine SEO Texte weiter optimieren kannst. Es ist quasi eine vom Haupt-Plugin “losgelöste” Erweiterung. Sie gibt zum Beispiel nach Eingabe des Focus Keywords an, wie lang Dein Text sein sollte. Wie viele Bilder und Videos er beinhalten sollte. Wie viele H1, H2, H3 etc. er enthalten soll. Content AI macht Vorschläge, welche Keywordsynonyme und Wortkombinationen mit Deinem Keyword in Deinem Text vorkommen sollten. Und so weiter.

Ich habe die fünf Credits, die man kostenlos zum Ausprobieren von Content AI genutzt. Mein Fazit: Diese Programmergänzung ist noch nicht ausgereift. Einen ausführlichen Vergleich der beiden Plugins findest Du hier.


Wie Du den Erfolg Deiner SEO-Texte überprüfst.

Es gibt zahlreiche SEO-Tools, mit denen Du kontrollieren kannst, wie erfolgreich Deine SEO-Texte sind. Und auf welcher Seite die jeweils auf ein Keyword optimierten einzelnen URLs in den SERPS bei Google ranken. Doch viele davon – wie Sistrix, Semrush oder Arrefs sind kostenpflichtig. Erst neulich bin ich auf folgendes Tool gestoßen: Ranking Spy. Damit kannst Du pro Tag 10 Keywords oder URLs hinsichtlich ihres Rankings überprüfen. Interessiert? Dann probiere es aus!

Startseite (Auszug) von Ranking Spy

Was verbirgt sich hinter Black Hat SEO?

Ein Thema, was mir beim Thema SEO beziehungsweise SEO Texte wichtig ist: Black Hat SEO. Darunter versteht man SEO-Maßnahmen, die gegen die Google Webmaster-Richtlinien verstoßen. Wie zum Beispiel Keyword Stuffing, Hidden Content oder das Kaufen von Links. Black Hat SEO hat zur Folge, dass Google entsprechende Website entweder abstraft, das heißt im Ranking signifikant heruntersetzt oder komplett aus dem Index verbannt. Im schlimmsten Fall könnten Black Hat SEO-Maßnahmen sogar rechtliche Konsequenzen haben. Mehr zum Thema Black Hat SEO sowie eine Übersicht über gängige Black Hat SEO-Maßnahmen erfährst Du in diesem Beitrag von Ionos.


Exkurs: Was kosten SEO-Texte?

Auf Facebook gibt es zum Beispiel mehrere Foren, in denen sich sogenannte Texter, die ich offen und ehrlich als Schwachköpfe bezeichne, schon ab einem Preis von lächerlichen 1 Cent (zzgl. 19 % MwSt.) pro Wort anbieten. Dass Du dafür, nachdem Du diesen Beitrag bis hierhin gelesen hast, keine Qualität erwarten kannst, dürfte Dir klar sein. Vom betriebswirtschaftlichen Wahnsinn, der dahintersteckt, ganz zu schweigen. Weitere Anbieter sind die Online-Unternehmen textbroker.de und content.de. Bei beiden kostet die höchste Qualitätsklasse 7 Cent (zzgl. 19 % MwSt.) pro Wort. Wovon die Texter natürlich auch nur einen Teil erhalten.

Aber: Auch bei einer Vergütung von 4 oder 5 Cent (zzgl. MwSt.) pro Wort kann kein Selbstständiger wirtschaftlich überleben. Und was die Qualität betrifft, habe ich auch bei textbroker.de und content.de meine berechtigten Zweifel. Gute SEO-Texter sind selten. Darum wollen und sollen sie auch gut bezahlt werden. Los geht’s bei ihnen ab 12 bis 15 Cent (zzgl. 19 % MwSt.) pro Wort – nach oben hin offen. Oder sie berechnen feste Stundensätze. Diese beginnen bei etwa 70 Euro (zzgl. 19 % MwSt.) pro Stunde. Ein Honorar, das meiner Meinung mehr als gerechtfertigt ist.


2 Kommentare auch kommentieren

  1. Punkt 3 habe ich mir – per Hand! – abgeschrieben und über den Schreibtisch gehängt! Super Zusammenfassung für alle Schreibenden – Danke!

    1. Thomas sagt:

      Vielen Dank, liebe Elke! Freut mich, wenn dir mein Post bei deiner täglichen Arbeit weiterhilft. Liebe Grüße, Thomas

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